Transaction Screening & Transaction Monitoring: Darum geht’s

2 min Lesezeit
10.10.2023 11:43:00

In einer zunehmend vernetzten und digitalisierten Welt werden Finanztransaktionen immer komplexer und schneller. Dies bringt nicht nur Vorteile, sondern auch Herausforderungen mit sich. Eine davon ist die Finanzkriminalität. Geldwäsche, Betrug und Terrorismusfinanzierung sind nur einige Risiken für Unternehmen und Finanzinstitute. Um diesen komplexen Risiken effektiv zu begegnen, sind spezialisierte Instrumente wie Transaction Screening und Transaction Monitoring unerlässlich. Diese spielen eine zentrale Rolle im Risikomanagement und in der Einhaltung regulatorischer Vorgaben.

Was ist Transaction Screening?

Das Transaction Screening ist ein Schlüsselelement im Anti-Geldwäsche– und Anti-Terror-Finanzierungsprozess (AML/CFT). Es spielt eine wichtige Rolle im Betrugs-Risikomanagement von Unternehmen. Das Hauptziel besteht darin, Risiken im Zusammenhang mit Zahlungen in einem frühen Stadium zu erkennen. Vor der Genehmigung und Durchführung einer Transaktion wird eine eingehende Prüfung durchgeführt. Dabei werden alle relevanten Informationen der Transaktion analysiert. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass keine Anhaltspunkte für Finanzkriminalität vorliegen. 

Die Transaktionen werden insbesondere auf folgende Risikofaktoren geprüft:

  • Geldwäsche
  • Terrorismusfinanzierung
  • Betrug
  • Umgehung von Sanktionen
  • Verbreitung von Waffen

Ein effektives Transaction Screening sollte vor der Genehmigung der Transaktion erfolgen und sanktionierte Einheiten erkennen. Es muss auf aktuellen Sanktionslisten basieren und gut in das Risikomanagement des Unternehmens integriert sein. Analysten brauchen klare Risiko-Einsichten, um effektive Massnahmen in die Wege zu leiten.

Was ist Transaction Monitoring?

Das Transaction Monitoring ist im Betrugs-Risikomanagement und der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (AML/CFT) ein wichtiges Element. Im Gegensatz zum Transaction Screening, das vor der Genehmigung einer Transaktion stattfindet, erfolgt das Monitoring nach der Durchführung der Transaktion. Das Ziel ist die kontinuierliche Überwachung aller Kunden-Transaktionen, um auffällige oder verdächtige Aktivitäten zu identifizieren.

Im Rahmen des Transaction Monitorings werden Transaktionen hinsichtlich verschiedener Risikofaktoren analysiert:

  • Hinweise auf Geldwäsche
  • Verdacht auf Terrorismusfinanzierung
  • Anzeichen von Betrug
  • Mögliche Verstösse gegen Sanktionen

Eine wirkungsvolle Lösung für Transaction Monitoring überprüft bereits durchgeführte Transaktionen idealerweise in Echtzeit. Sie sollte Risiken der Finanzkriminalität durch Regeln erkennen und Zugang zu anderen Risikodaten haben. Analysten sollten klare Daten und Kontext erhalten, um effektiv handeln zu können. Diese Faktoren sind für die Risikoerkennung und Regelkonformität entscheidend.

Transaction Screening und Transaction Monitoring: Zwei Ansätze, ein Ziel

Transaction Screening und Transaction Monitoring sind zwei unverzichtbare Instrumente, um Finanzkriminalität zu bekämpfen, haben jedoch unterschiedliche Anwendungszeitpunkte und Schwerpunkte. Transaction Screening erfolgt vor der Genehmigung der Transaktion und zielt auf frühzeitige Risikoerkennung ab. Transaction Monitoring fokussiert sich auf die Überwachung bereits durchgeführter Transaktionen, idealerweise in Echtzeit. Beide Prozesse nutzen Datenanalysen und können durch Regeln gesteuert werden. Sie ergänzen sich insofern, als das Screening potenzielle Risiken vor der Transaktion abwehrt, während das Monitoring nach der Transaktion für Sicherheit und  Compliance sorgt.

Fazit

Die Einbindung von Transaction Screening und Monitoring in ein umfassendes Risikomanagement ist entscheidend für die effektive Bekämpfung von Finanzkriminalität. Diese Massnahmen schützen nicht nur die Integrität des Finanzsystems, sondern helfen Unternehmen auch, regulatorische Strafen zu vermeiden und das Vertrauen der Stakeholder zu erhalten.

Nur durch das Zusammenspiel von leistungsfähiger Technologie und gut ausgebildetem Personal werden hochriskante Aktivitäten gezielt und effizient identifiziert. In diesem Zusammenhang sind spezialisierte und leistungsfähige Softwarelösungen entscheidend.

  • Pythagoras Solutions bietet ein lernendes AML-Tool für Geldwäsche-Compliance im Bereich Transaction Screening. Diese Lösung nutzt fortschrittliche Algorithmen, um Risiken schon vor der Genehmigung der Transaktion zu erkennen.
  • Das Transaction Monitoring Tool von Pythagoras Solutions wurde zur Plausibilitätsanalyse von Transaktionen entwickelt. Dieses ermöglicht eine Echtzeit-Überwachung und -Analyse bereits durchgeführter Transaktionen. 

Beide Tools sind darauf ausgerichtet, die Effizienz und Genauigkeit der Finanzüberwachung zu steigern und somit die Compliance sicherzustellen. 

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